“HepC is not a DJ”: AbbVie am Life Ball

Bunt wie ein Regenbogen schillerte der Life Ball 2019. Mitten im fröhlichen Treiben war AbbVie Österreich – mit kostenlosen Hepatitis-C-Tests und Beratung am Wiener Rathausplatz.

Fotocredit: APA/Peter Hautzinger

Kostenlose HepC-Tests und Beratung

Exotische Schlangentänzer, wagemutige Akrobaten und starke Gewichtheber: Der letzte Life Ball am 8. Juni 2019 stand im Zeichen von Menschen, die andere zum Staunen bringen. Trotz magischer Show, Glitzer und Glamour wurde nicht auf das eigentliche Ziel des Abends vergessen: gefährlichen Viruserkrankungen den Garaus zu machen. Ein wichtiger Schritt ist, den eigenen Status zu kennen. Daher bot AbbVie als Eventpartner beim Life Ball sowie der darauf folgenden EuroPride kostenlose Tests für das Hepatitis-C-Virus (HCV) an.

Im Einsatz gegen Hepatitis C (von links nach rechts): Wolfgang Wilhelm (Obmann der Aids Hilfe Wien), Mag. Ingo Raimon (General Manager AbbVie Österreich), Assoc. Prof. Priv. Doz. Dr. Thomas Reiberger (Hepatologe, Leiter Zirrhoseambulanz and Hepatisches Hämodynamiklabor, Medizinische Universität Wien, Klinische Abteilung für Gastroenterologie & Hepatologie, Univ. Klink für Innere Medizin III) und Gery Keszler (Gründer und Organisator des Life Balls).

Feiern, tanzen und auf Hepatitis C testen

Das Angebot im Rahmen der Initiative „Hep C is not a DJ“ wurde freudig angenommen. Zahlreiche Gäste nutzten die von AbbVie und der Aids Hilfe Wien initiierte Teststation vor der zum Zirkuszelt umgebauten Life-Ball-Bühne vor dem Wiener Rathaus. Dort wurden kostenfreie HCV- und HIV-Tests angeboten. Doppelinfektionen mit HIV und Hepatitis C sind aufgrund ähnlicher Übertragungswege recht häufig. In Westeuropa trägt fast ein Drittel der HIV-Infizierten auch das Hepatitis-C-Virus in sich.

Laut Weltgesundheitsorganisation WHO haben global mehr als 70 Millionen Menschen eine chronische Hepatitis-C-Infektion. Jährlich treten etwa drei bis vier Millionen Neuinfektionen auf. In Österreich gibt es Schätzungen zufolge rund 26.000 Betroffene. Damit ist die Zahl der Hepatitis-C-Betroffenen etwa fünfmal so hoch wie die Zahl der Menschen, die an HIV leiden. Die Diagnose bedeutet heute kein lebenslanges Martyrium mehr. Neue Therapien machen nahezu alle Erkrankten mit Tabletten in acht bis 16 Wochen virusfrei.

Schwere Folgen einer Doppelinfektion

Von intravenösem oder nasalen Drogenkonsum und mangelnder Hygiene beim Tätowieren oder Piercen bis hin zur Infektion beim ungeschützten Geschlechtsverkehr: Auch wenn das Hepatitis-C-Virus ausschließlich durch Blut-zu-Blut-Kontakt übertragen wird, sind die Ansteckungswege oft ähnlich wie bei HIV. Das birgt das Risiko von Doppelinfektionen, die sich auf den Erkrankungsverlauf und die Behandlungsstrategie auswirken. So steigt das Risiko für eine Leberzirrhose und Lebererkrankungen sind die zweithäufigste Todesursache bei HIV-infizierten Menschen. Aus diesen Gründen ist es enorm wichtig, den eigenen Status zu kennen.

Gute Heilungschancen bei Hepatitis C

Früher bedeutete die Diagnose Hepatitis C einen lebenslangen Kampf gegen die Krankheit. Doch moderne Therapien, die heute für alle Betroffene verfügbar sind, ermöglichen eine Heilungsrate von über 97 Prozent. Das Problem ist aber, dass viele gar nicht über ihren Krankheitsstatus Bescheid wissen. Rund 80 Prozent der mit Hepatitis C Infizierten weisen keine Symptome auf, was es erschwert, die Krankheit festzustellen. Oft wird Hepatitis C nur zufällig diagnostiziert.

Daher sind Information und Aufklärung umso wichtiger. Denn eine frühzeitige Erkennung ist nicht nur für den persönlichen Krankheitsverlauf wichtig, sie verhindert auch die Übertragung des Virus auf andere Menschen.