Placeholder subheading text.
Schuppenflechte ist weit mehr als ein Hautausschlag – sie beeinflusst Lebensplanung, Alltag und Beruf. Das zeigt eine österreichweite Online-Umfrage [1] unter 474 Menschen mit Psoriasis und Psoriasis-Arthritis. Trotz fortschrittlicher und wirksamer Behandlungsmöglichkeiten sind viele weiterhin unzureichend versorgt: Ein knappes Fünftel, darunter mittelschwere bis schwere Fälle, ist nicht in ärztlicher Betreuung. Gleichzeitig wünscht sich die Mehrheit der Befragten eine dauerhaft erscheinungsfreie Haut und Linderung ihrer Beschwerden. Angesichts des Welt-Psoriasis-Tages am 29. Oktober werden die Umfrageergebnisse veröffentlicht, um auf die Herausforderungen im Umgang mit der Erkrankung aufmerksam zu machen: Für eine verbesserte Versorgungslage sind gezielte Aufklärung über verfügbare Therapien und eine offene Kommunikation zwischen Patient:innen und Ärzt:innen unerlässlich.
Wie sehr Psoriasis (Schuppenflechte) das Leben von Betroffenen beeinflusst, zeigt die aktuelle Patient*innenumfrage des Biopharma Unternehmens AbbVie in Kooperation mit der PSO Austria und dem Marktforschungsinstitut Integral: Die chronisch-entzündliche Hauterkrankung ist weit mehr als ein kosmetisches Problem – sie bedeutet dauerhafte Belastung, Einschränkungen im Alltag und oft auch seelischen Druck.
Starke Belastung durch sichtbare Symptome
Mehr als ein Viertel (28 %) der Befragten fühlt sich durch die Erkrankung stark belastet – bei einem mittelschweren bis schweren Verlauf sind es sogar 62 %. [2] Beschwerden an sichtbaren Körperstellen wie Handflächen (41 %), Nägeln (39 %), Gesicht (33 %) oder Kopfhaut (31 %) wirken sich besonders negativ auf das Wohlbefinden aus. [2] Die Hälfte schämt sich oft wegen ihrer Schuppenflechte. [3] Viele Betroffene verstecken folglich die betroffenen Hautstellen – beispielsweise durch angepasste Kleidung (46 %) oder das Meiden bestimmter Aktivitäten (38 %). [3]
Begleiterkrankungen verstärken die Belastung bei Psoriasis
Fast ein Drittel der Befragten hält Psoriasis nach wie vor für eine Hauterkrankung, obwohl sie den ganzen Körper betreffen kann. [4] Tatsächlich leiden mehr als die Hälfte (57 %) der Befragten zusätzlich an Begleiterkrankungen wie Bluthochdruck, Adipositas, Depressionen, Angstzuständen oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Da Psoriasis eine chronisch-entzündliche und immunvermittelte Erkrankung ist, kann das überaktive Immunsystem auch andere Organe beeinträchtigen und das Risiko für Folgeerkrankungen erhöhen.
Versorgungslücken: Fast jeder Fünfte nicht in ärztlicher Betreuung
Trotz belastender Symptome geht fast jede:r Fünfte nicht regelmäßig zu Haut:ärztinnen, darunter auch Menschen mit mittelschwerem bis schweren Verlauf. Lange Wartezeiten von durchschnittlich 4 bis 5 Wochen in Praxen und 7 Wochen in Ambulanzen erschweren den Zugang zur Behandlung zusätzlich.
Moderne Therapien können den Alltag deutlich verbessern
Die Behandlung von Psoriasis ist vielfältig, wie auch die Umfrage zeigt: Zwei Drittel der Befragten verwenden Cremen und Salben. 15 % erhalten Biologika in Form von Spritzen, Pens, Infusionen, weitere 15% nehmen Tabletten. Einige nutzen Licht- bzw. PUVA-Therapien oder verwenden alternative Behandlungsformen. Dennoch sind derzeit 10 % unbehandelt.
Der Großteil der Befragten zeigt sich von der Therapie mit Biologika oder Tabletten überzeugt. Hautarzt Dr. med. Nikolaos Bounas-Pyrros betont: „Patient:innen mit mäßigem bis schwerem Psoriasis-Verlauf können durch moderne Therapiekonzepte schnelle und effektive Verbesserungen erleben. Eine frühzeitige, individuell abgestimmte Behandlung und regelmäßige Kontrollen sind wichtig, um die Therapie optimal zu gestalten.“
Therapieziele gemeinsam festlegen
Die Umfrage zeigt außerdem: Individuelle Therapieziele werden bislang meist nicht gemeinsam mit Ärzt:innen festgelegt (nur 18 %). Dabei sind Vertrauen in die Behandlung, eine reine und schmerzfreie Haut sowie Alltagstauglichkeit besonders wichtig. „Therapieziele sind die Basis einer erfolgreichen Behandlung. Nur wenn Wünsche und Bedürfnisse angesprochen werden, ist eine individuelle Therapiefindung möglich“, betont Karin Meinhart von hautinfo.at.
Psoriasis Factsheet
Quelle: