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Eierstockkrebs (Ovarialkarzinom)

Eierstockkrebs ist ein bösartiger Tumor der die weiblichen Geschlechtsorgane betrifft.
Die veränderten Zellen wachsen unkontrolliert und können gesundes Gewebe schädigen. Die Eierstöcke zählen zu den inneren weiblichen Geschlechtsorganen, ebenso wie die Eileiter, Gebärmutter und Scheide.

Mehr als 700 Frauen in Österreich erhalten jedes Jahr die Diagnose Eierstockkrebs. Es handelt sich dabei um die siebenthäufigste Krebsart bei Frauen.1 Besonders häufig tritt die Erkrankung nach der Menopause zwischen dem 50. und 70. Lebensjahr auf, kann aber auch jüngere Frauen betreffen.2


Was bedeutet die Erkrankung Eierstockkrebs?

Bei einer Krebserkrankung kommt es zu einer unkontrollierten Vermehrung von veränderten Zellen. Diese umgehen die natürlichen Kontrollmechanismen des Körpers und können in gesundes Gewebe einwachsen und es schädigen bzw. zerstören. So entstehen Tumore, also bösartige Gewebeneubildungen.

Im Fall des Eierstockkrebs stammen die veränderten Zellen ursprünglich aus den Eierstöcken. Diese bestehen aus unterschiedlichen Gewebe- und Zellarten. Je nachdem, von welchen Zellen die Erkrankung ausgeht, werden verschiedene Arten von Eierstockkrebs unterschieden, etwa der eptheliale Eierstockkrebs,  Keimzelltumoren und Stromatumoren.

Warum kommt es zu Eierstockkrebs?

Warum manche Frauen an Eierstockkrebs erkranken, kann bis heute noch nicht eindeutig beantwortet werden. Fest steht allerdings, dass bestimmte Risikofaktoren ein Auftreten begünstigen können. Dazu zählen u.a.  ein höheres Lebensalter (ab etwa 50 Jahren steigt das Risiko für die Erkrankung), aber auch Unfruchtbarkeit bzw. Kinderlosigkeit, sowie starkes Übergewicht sind Faktoren, die eine Rolle spielen können. Ein großes Risiko stellen genetische Veranlagung bzw. eine familiäre Vorbelastung dar (ev. Mutation der BRCA1- und BRCA2-Gene).2

Was ist die Aufgabe der Eierstöcke?

Die Eierstöcke liegen normalerweise beidseits der Gebärmutter. Sie enthalten die Eizellen und geben während der fruchtbaren Lebensphase regelmäßig Eizellen frei. Diese gelangen über die Eileiter in Richtung Gebärmutter, wo eine Befruchtung stattfinden kann. Die Freisetzung von Eizellen beginnt mit der Pubertät und endet mit den Wechseljahren (Menopause). Darüber hinaus produzieren die Eierstöcke die weiblichen Geschlechtshormone Östrogen und Progesteron, die zahlreiche Körperfunktionen beeinflussen.