Wenn der Krebs zurückkehrt


Insbesondere wenn Eierstockkrebs erst in einem späteren Stadium erkannt wird, besteht oft das Risiko, dass der Tumor nach der Behandlung nicht vollständig beseitigt werden konnte und deshalb häufig erneut nachweisbar wird – das sogenannte Rezidiv.

Das weitere Vorgehen ist von vielen individuellen Faktoren abhängig, wie Zeitpunkt des Rezidivs, Allgemeinzustand, Ansprechen auf die vorangegangene Therapie und viele weitere. Abhängig von der Einschätzung der behandelnden Ärztin bzw. des behandelnden Arztes kommen auch hier eine Operation, Chemotherapie und zielgerichtete Therapien als mögliche Behandlungsoptionen infrage. Eine Option speziell bei der Behandlung des platinresistenten Rezidivs können auch Antikörper-Wirkstoff-Konjugate (ADC) darstellen, die gezielt Tumorzellen angreifen. Diese vereinen zwei Wirkprinzipien: Es handelt sich um eine Kombination aus einem Antikörper und einem Zytostatikum (Wirkstoff, der verhindert, dass sich Tumorzellen teilen und verbreiten). Das Zytostatikum ist direkt an den Antikörper gebunden, der wiederum gezielt an ein Protein an der Oberfläche der bösartigen Zellen bindet. Als Folge nimmt diese Zelle das Antikörper-Wirkstoff- Konjugat auf. Dort wird das Zytostatikum freigesetzt und die Krebszelle stirbt ab.

Ob der Einsatz eines Antikörper-Wirkstoff-Konjugats wirksam sein kann, hängt davon ab, ob entsprechende Biomarker vorliegen. Das lässt sich zum Beispiel mit dem Test auf Folatrezeptor-alpha, prüfen.

Diese personalisierte Therapie ermöglicht eine maßgeschneiderte Behandlung, welche die Wirksamkeit deutlich erhöhen und Nebenwirkungen minimieren kann.