Acne inversa

Acne inversa ist nicht zu verwechseln mit der gewöhnlichen Akne. Es handelt sich um eine chronisch entzündliche Hauterkrankung. In Österreich sind rund 40.000 Menschen davon betroffen.

Wissenswertes zur Acne inversa

Bei Acne inversa denken viele zuerst einmal an herkömmliche Akne, wie sie in der Pubertät auftreten kann. Doch diese Hauterkrankung – die auch Hidradenitis suppurativa heißt – hat gar nichts mit verrücktspielenden Hormonen zu tun. Bei dieser Hautkrankheit kommt es zu einer Verstopfung der Haarfollikel und einer überschießenden Reaktion des Immunsystems, die die Bildung von eitrigen Knoten und Abszessen hervorruft. Am häufigsten sind junge Erwachsene Anfang 20 betroffen. Bei Frauen ist die Wahrscheinlichkeit, an Acne inversa zu erkranken, höher als bei Männern. Typisch ist eine familiäre Häufung: Nicht selten sind also auch die Eltern und/oder Geschwister davon betroffen.

Was ist Acne inversa?

Typisch für Acne inversa sind eitrige Knoten und Abszesse, die sich vor allem dort bilden, wo die Haut aneinander reibt und es viele Schweißdrüsen gibt wie zum Beispiel unter der Achsel, der Brust, in der Leiste, im Genitalbereich oder am Gesäß. Die entzündeten Hautstellen sind meist schmerzhaft und können unangenehm riechen.

Wie entsteht Acne inversa?

Die genaue Ursache für die Entstehung von Acne inversa ist bis heute nicht bekannt. Lange Zeit wurde angenommen, dass Acne inversa von den Schweißdrüsen ausgeht. Deshalb wird sie ( auch heute noch) in der Fachsprache als „Hidradenitis suppurativa“ ( Entzündung der Schweißdrüsen) bezeichnet. Heute geht man von einer Verstopfung der Haarfollikel aus, die einen Riss im Gewebe und bedingt durch die Reaktion des Immunsystems eine chronische Entzündung nach sich zieht.

Welche Symptome weisen Betroffene auf?

Obwohl die Anzeichen auf der Haut sichtbar sind, kann die entzündliche Erkrankung das gesamte körperliche Abwehrsystem beeinträchtigen. Bei Menschen mit Acne inversa können deshalb auch andere Begleiterkrankungen auftreten wie zum Beispiel rheumatoide Arthritis (entzündliche Gelenkserkrankungen), Morbus Crohn (entzündliche Erkrankung des Darms) oder Depressionen.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Acne inversa kann noch nicht geheilt, jedoch gut behandelt werden. Dabei wird die Therapie auf die Beschwerden und Bedürfnisse der Betroffenen abgestimmt. Antibiotika wirken gegen bakterielle Infektionen, die sich in den entzündeten Bereichen angesiedelt haben und können damit Beschweden lindern und Infektionen eingrenzen. Spezialmedikamente wie Biologika können die Entzündung im Körper bremsen und damit die schmerzhaften Hautveränderungen verbessern. Darüber hinaus werden auch kleinere oder größere Operationen durchgeführt, um Abszesse und Knoten zu öffnen oder zu entfernen. Nur eine Abklärung bei einem Hautarzt bzw. einer Hautärztin hilft Betroffenen, ein möglichst beschwerdefreies Leben zu führen.

Weitere Informationen zu Acne inversa gibt es auf www.acne-inversa.at